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7. Februar 2023

Vermischung / Mestizisierung

 Zur biopolitischen Konstruktion (post)kolonialer Identitäten.

Vortrag von Tom Waibel im Rahmen der Reihe Szenen der Kritik. Zwischen postkolonialer, medienästhetischer und politischer Philosophie von Katja Diefenbach und Andrea Allerkamp an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). 

9. Januar 2023

Szenen der Kritik

VERMISCHUNG/MESTIZISIERUNG.
Zur biopolitischen Konstruktion (post)kolonialer Identitäten.

Vortrag, im Rahmen der Reihe Szenen der Kritik. Zwischen postkolonialer, medienästhetischer und politischer Philosophie an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Mittwoch, 25.01.2023, 18.15 Uhr, online: Zoom­Link, Meeting­ID: 833 2108 8624 Kenncode: 332593

Mit der Eroberung der Körper der (indigenen) Anderen hat die koloniale Indienstnahme der Welt seit dem beginnenden 16. Jahrhundert einen Prozess der Mestizisierung in Gang gebracht, in dem bis in unsere Gegenwart biologische und epistemische Zuordnungen durchmischt sowie kulturelle und soziale Zuschreibungen vermischt werden. In diesem Vortrag wird am Beispiel der Kolonialge­schichte Neuspaniens und der Dekoloniali­sierungsdynamik in Mexiko das Werden des Begriffs der Mestizisierung untersucht, in dessen biopolitischer Vermischung von Körpern und Kategorien charakteristische Denk­ und Handlungsmuster sichtbar werden, die in der gesamten weltweiten kolonialen Ausbreitung anzutreffen sind. Von Marina Malinche bis Rosario Castellanos und von Gabriela Mistral bis Gloria Anzaldúa macht die Konstruktion der (mestizischen) Anderen eine schmerzhafte Verwundung erfahrbar, die stets erneut auf den irreduziblen Abstand zwischen ›ich‹ und ›sich‹ verweist. Sind wir gezwungen der/den/dem Anderen einen Sinn zu geben, um uns selbst zu begreifen?

15. April 2022

Masken im Depot

Masken des Widerstands – Buchpräsentation im Depot am 13. April 2022

In den Kämpfen für eine andere Welt ist eine Vielheit von Masken an die Stelle des einheitlichen Subjekts getreten, das die Revolutionen des 20. Jahrhunderts im Proletariat zu finden hofften. Das Buch untersucht am Beispiel der maskierten aufständischen Zapatistas im Südosten von Mexiko und den Maskierungen der Maya im Hochland von Guatemala die Verbindung von Spiritualität und Politik im indigenen Widerstand: Der Anspruch auf die Anerkennung von Vielfalt, Differenz und Würde stützt sich auf soziale, ökonomische und symbolische Formen von Sinn, Wert und Bedeutung, die sich der kapitalistischen Wertzirkulation widersetzen.

2. April 2022

Masken des Widerstands

Masken des Widerstands.
Spiritualität und Politik in Mesoamerika,

Wien: Löcker 2022, 504 S., ISBN 978-3-85409-611-5 

In den weltweiten Kämpfen für eine bessere Welt ist eine Vielheit von Masken an die Stelle der Revolutionäre der Vergangenheit getreten. Tom Waibel untersucht in seinem Buch die Verbindung von Spiritualität und Politik im indigenen Widerstand am Beispiel der maskierten aufständischen Zapatistas in Mexiko und der Maskierungen der Maya im Hochland von Guatemala. In den sozialen Auseinandersetzungen der Gegenwart haben diese Bewegungen eine große moralische Bedeutung erlangt, da ihre politischen Forderungen auf die dringend notwendige Anerkennung der Andersheit der Anderen abzielen.

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20. Oktober 2021

Zapatistas an der Universität

Zapatistische Vertreter*innen und des Delegierte Indigenen Nationalkongresses (CNI) nehmen im Wintersemester 21/22 an der universitären Lehrveranstaltung „Wissen(schaft) von Unten“ an der Uni Wien teil. 

 

1. März 2012

Diese Stimme spricht leise...

ZapatistInnen aus dem mexikanischen Südosten
... aber sie ist insistent

Interview mit Tom Waibel am 5. Februar 2012 in der Universität Hamburg
geführt von der elektronischen Zeitung Schattenblick

In den 1990er Jahren war die emanzipatorische politische Sozialisation in Europa zu einem beträchtlichen Teil vom Wissen über die zapatistische Bewegung und der Referenz auf ihre Theorie und Praxis geprägt.