Posts mit dem Label Dekolonial werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Dekolonial werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

14. März 2023

The Other

Ich ist ein/e Andere/r/s - Filmreihe im Österreichischen Filmmuseum kuratiert von Elisabeth Streit und Tom Waibel, vom 3. März bis 1. Mai 2023

Heremakono (Abderrahmane Sissako 2002)

 

 

 

 

 

 

 

Filmgeschichte ist auch die Geschichte einer nicht enden wollenden Suche nach der/dem/den Anderen. Und in dieser Suche geht es nicht so sehr um Held*innen oder Stars, als vielmehr um Outlaws und Verlierer*innen: Die Anderen des Kinos sind Freaks und Fremde, Misfits und Monster, Kinder, Frauen, Vamps, Maschinenwesen, Tiere, Tote und Untote ...

7. Februar 2023

Vermischung / Mestizisierung

 Zur biopolitischen Konstruktion (post)kolonialer Identitäten.

Vortrag von Tom Waibel im Rahmen der Reihe Szenen der Kritik. Zwischen postkolonialer, medienästhetischer und politischer Philosophie von Katja Diefenbach und Andrea Allerkamp an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). 

9. Januar 2023

Szenen der Kritik

VERMISCHUNG/MESTIZISIERUNG.
Zur biopolitischen Konstruktion (post)kolonialer Identitäten.

Vortrag, im Rahmen der Reihe Szenen der Kritik. Zwischen postkolonialer, medienästhetischer und politischer Philosophie an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Mittwoch, 25.01.2023, 18.15 Uhr, online: Zoom­Link, Meeting­ID: 833 2108 8624 Kenncode: 332593

Mit der Eroberung der Körper der (indigenen) Anderen hat die koloniale Indienstnahme der Welt seit dem beginnenden 16. Jahrhundert einen Prozess der Mestizisierung in Gang gebracht, in dem bis in unsere Gegenwart biologische und epistemische Zuordnungen durchmischt sowie kulturelle und soziale Zuschreibungen vermischt werden. In diesem Vortrag wird am Beispiel der Kolonialge­schichte Neuspaniens und der Dekoloniali­sierungsdynamik in Mexiko das Werden des Begriffs der Mestizisierung untersucht, in dessen biopolitischer Vermischung von Körpern und Kategorien charakteristische Denk­ und Handlungsmuster sichtbar werden, die in der gesamten weltweiten kolonialen Ausbreitung anzutreffen sind. Von Marina Malinche bis Rosario Castellanos und von Gabriela Mistral bis Gloria Anzaldúa macht die Konstruktion der (mestizischen) Anderen eine schmerzhafte Verwundung erfahrbar, die stets erneut auf den irreduziblen Abstand zwischen ›ich‹ und ›sich‹ verweist. Sind wir gezwungen der/den/dem Anderen einen Sinn zu geben, um uns selbst zu begreifen?

8. Dezember 2022

Masken und Maskierung

 Tonstück mit Texten aus den Masken des Widerstands.

 "In der wiederholten Maskierung lässt sich kein anderes Subjekt entdecken als die Maske selbst, denn Masken verbergen nichts anderes als andere Masken. Subcomandante Marcos, der maskierte Sprecher der aufständischen Zapatistas bringt die gesellschaftliche Dynamik in diesem komplexen Spiel von Masken und Maskierungen auf eine bündige und widersprüchliche Formel: »Hinter uns sind wir ihr.« Ebenso wie nichts vor den Masken liegt, was jene später bedeckt hätten, wird sich auch hinter dem Schleier der Maske keine Welt finden, die frei von Maskierungen wäre…"

17. November 2022

Masken in der Vienna Art Week

Für das “House of Challenging Orders” haben Lisl Ponger und Tom Waibel eine raumfüllende Installation entworfen, die sich im Spannungsfeld von Karnevalsmaskierungen und den Masken des Widerstands der Zapatist*innen bewegt. 

Im Jahr 1521 überfällt der spanische Konquistador Hernán Cortés das mexikanische Aztekenreich–500 Jahre später statten die Zapatist*innen Europa einen “Gegenbesuch” ab und machen dabei auch Halt in Wien. Ihre Gesichter sind zum Schutz vor Verfolgung mit Bandanas, Balaklavas und heutzutage auch Covid Masken verhüllt:  

16. September 2022

Masken im Tagebuch

 Masken des Widerstands, Rezension von Martin Birkner im Tagebuch No. 7/8, 2022.

Mehr als Subcomandante Marcos’ Maske

   Dieses Buch ist eine großartige Zumutung: Es mutet dem Leser, der Leserin zu, ausgetretene Pfade zu verlassen und den Autor auf einer langen und verschlungenen Tour durch den lakandonischen Urwald zu begleiten. Es geht um den Auf- und Widerstand der Zapatistinnen, der am 1. Jänner 1994 – am Tag des Inkrafttretens des nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA – begann. Tom Waibel lädt uns auf eine »Lektürereise durch Zeit und Raum« ein, die doch weit mehr ist: 

3. Juni 2022

Masken Rezension Primus

Rosa Primus rezensiert Masken des Widerstands auf Amazon

"In vier Hauptkapitel unterteilt, zeigen bereits die Überschriften, dass Tom Waibel sich ausführlich mit dem Begriff und der Funktion der Maske auseinandergesetzt hat. Packend wie Krimilektüre vom Feinsten, beschreibt er die komplexe und grausame Unterdrückungsgeschichte Mesoamerikas und die widerständigen Praxen der indigenen Bevölkerung. Hierzu dienten Maskierungen aller Art:

2. April 2022

Masken des Widerstands

Masken des Widerstands.
Spiritualität und Politik in Mesoamerika,

Wien: Löcker 2022, 504 S., ISBN 978-3-85409-611-5 

In den weltweiten Kämpfen für eine bessere Welt ist eine Vielheit von Masken an die Stelle der Revolutionäre der Vergangenheit getreten. Tom Waibel untersucht in seinem Buch die Verbindung von Spiritualität und Politik im indigenen Widerstand am Beispiel der maskierten aufständischen Zapatistas in Mexiko und der Maskierungen der Maya im Hochland von Guatemala. In den sozialen Auseinandersetzungen der Gegenwart haben diese Bewegungen eine große moralische Bedeutung erlangt, da ihre politischen Forderungen auf die dringend notwendige Anerkennung der Andersheit der Anderen abzielen.

(weiterlesen)